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Kalkhoff Endeavour 5.I Advance - Testbericht 2020

(4 / 5 bei 5 Stimmen)

Kalkhoff Endeavour 5.I Advance - Testbericht 2020

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FahrradtypTrekkingbike
Geeignet fürHerren
Schaltung10-Gang Kettenschaltung
Scheibenbremse
Akkukapazität500Wh
Leistung250W
Max. Geschwindigkeit25 km/h
Max. Reichweite155 km
MotorpositionMittelmotor
Inkl. LCD-Display

Gesamtbewertung

95%

"Sehr Gut"

Fahrkomfort
100%
Akku-Reichweite
90%
Qualität
95%

Bremstechnik

Gerade Wiedereinsteiger oder Pedelec-Anfänger/innen müssen sich an die bissig zupackenden Scheiben- oder Felgenbremsen an modernen E-Bikes gewöhnen – häufig wird die Vorderradbremse zu wenig genutzt. Dabei trägt diese über 80 Prozent der Bremskraft und ist entsprechend die wichtigere Bremse! Man muss allerdings wissen, wie man ihr Potenzial voll nutzt, ohne Angst vor einem Überschlag (Sturz nach vorne über den Lenker) zu bekommen. Die korrekte Körpergewichtsverlagerung ist hier essenziell, denn wenn man sehr abrupt vorne bremst, wird der Oberkörper impulsartig nach vorne geworfen – intuitiv bremsen viele Pedelec-Piloten deshalb zu selten mit der Vorderbremse. Die Konsequenz: Bei Abfahrten bremsen unsichere Fahrer mit blockiertem Hinterrad und kommen kaum zum Stand. Die folgende Übung hilft, das dosierte Bremsen unter Einsatz von Vorder- und Hinterradbremse zu erlernen. Das Kalkhoff E Bike Endeavour 5.I Advance ist ein Rad für die fortgeschrittene Bestrebung, besser Rad zu fahren und schneller anzukommen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen.

Technische Details

Motor
Motor Hersteller Impulse Evo RS
Motor Typ Mittelmotor
Leistung 250 Watt
Motorunterstützung bis 25 km/h
Akku
Akku Typ Lithium Ionen
Spannung (Volt) 36 V
Hersteller Impulse Evo
Kapazität (Wh) 500 Wh
Kapazität (Ah) 14 Ah
Bremsen
Bremsen Shimano BR-M396, Hydraulische Scheibenbremse
Bremshebel Shimano BR-M396
Weitere Informationen
Gänge 10 Gang-Kettenschaltung
Federung Mit Federung
Schaltwerk Shimano SLX, 10-fach
Kette Shimano CN-HG54
Sattel Selle Royal Lookin
Pedale Urban, mit rutschhemmender Beschichtung und Reflektor
Gewicht 26,1 kg
 

Bremsübung bergab

Sowohl im Stehen als auch im Sitzen sollte das Abbremsen bergab trainiert werden. Dabei sucht man sich eine Straße oder wahlweise auch einen befestigten Schotterweg mit Gefälle und verzögert mit dosiertem Bremseinsatz die Geschwindigkeit bis zum Stillstand. Dabei sollte man je nach Dynamik der Bremsung den Körperschwerpunkt zum Sattelende verlagern, damit einen die Fliehkräfte nicht nach vorne schieben. Ziel dieser Übung ist zum einen, ein unruhiges Zucken des Bremsfingers zu vermeiden, und zum anderen, sich die Vorderbremse zum besten Freund zu machen!

 
Das Wichtigste in Kürze
Sichere Fahrten bei Nässe
Komfortables Fahrvergnügen
Gute Verarbeitung
 

Zielbremsung

Mit dem Kalkhoff E Bike sollte man auch richtig bremsen können. Dies kann man üben und perfektionieren. Bei einer Zielbremsung in der Ebene kann man kontrolliert üben, wie man das gefühlvolle Dosieren der bissigen Bremsen optimiert. So vermeidet man blockierte und rutschende Reifen und erzielt im Zusammenspiel mit einer Körpergewichtsverlagerung nach hinten-unten einen sehr kurzen, aber effektiven Bremsweg. Die Zielbremsung ist auch für leichtes Gefälle geeignet. Zunächst markiert man sich ein Bremsziel, einen exakten Punkt, vor dem man zum Stand kommen will – beispielsweise, indem man einen Ast oder Ähnliches auf den Fahrweg legt (bitte nicht mitten auf der Straße üben!).

In mittlerem bis schnellem Tempo fährt man an, dosiert angepasst vor der Markierung beide Bremsen und bringt das E-Bike so zum Stand. Zeitgleich zum Bremsvorgang bewegt man sich dynamisch nach unten und dabei zum Sattelende. Die Ellenbogen zeigen dabei weiter nach außen. Diese Stellung hält man, bis der Bremsvorgang abgeschlossen ist.

Wichtig: Bewegt man sich nicht nach hinten-unten, schiebt einen bei kräftiger Betätigung der Bremsen ein starker Impuls nach vorne – viele lassen dann automatisch von der Vorderradbremse ab und schon rutscht das blockierte Hinterrad.

Tipp: Mit Fingerspitzengefühl bremsen und nicht ruckartig und stotternd. Blockierte, rutschende Räder vermeiden! Im steilen Gelände bleibt das dosierte Bremsen essenziell für sicheres Fahren. Will man nur langsam werden, reicht ein Absenken des Körperschwerpunktes, möchte man jedoch komplett zum Stand kommen, hilft eine Bewegung nach hinten-unten, um zu verhindern, dass man nach vorne geschoben wird. Das Kalkhoff Endeavour 5.I Advance ist der Kalkhoff Testsieger unter den E-Bikes.

Verkehrs-Tipps: Sicher durch den Asphaltdschungel

Grundlegend für ein sicheres Fahren im Verkehr sind eine hohe Aufmerksamkeit, eine solide Radkontrolle (die man zum Beispiel durch Gleichgewichtsübungen schult) und das Bewusstsein, dass man als “schwächerer Verkehrsteilnehmer” gegenüber Autos sehr vorsichtig sein sollte. Es ist sinnvoll, folgende Tipps für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu verinnerlichen:

  • Sicherheitsabstand zu parkenden Autos und Bordsteinkanten wahren.
  • Vor allem an Ampeln und Kreuzungen Blickkontakt zu Autofahrern aufnehmen, damit man wahrgenommen wird.
  • Nicht nur vorne, sondern vor allem beim Überholen auch über die Schulter nach hinten schauen und ein Gespür für andere Verkehrsteilnehmer aufbauen.
  • Den “toten Winkel” beachten und doppelt vorsichtig sein bei Lkws an Kreuzungen etc.
  • Bei Nässe auf Gullys und Verkehrsstreifen achten, Lenken und Bremsen darauf vermeiden.
  • “Behandle andere, wie du selbst behandelt werden willst!” Ruhig bleiben und sich nicht von eventuell aggressivem Gebaren anderer Verkehrsteilnehmer provozieren lassen.
  • Im Hinterkopf behalten, dass viele Autofahrer nicht damit rechnen, dass der unterstützende Motor einen zum Beispiel beim Anfahren an einer Ampel sehr schnell nach vorne schiebt!
  • Vorrausschauend fahren. Gerade parkende Autos oder Transporter lassen zum Beispiel eine sich plötzlich öffnende Autotür antizipieren.

Das Anfahren und Engstellen passieren

Manchmal ist es nicht zu vermeiden, dass man auf steilen Bergauf-Passagen neu anfahren oder aufsteigen muss. Der unterstützende Motor ist dabei eine willkommene Hilfe, wobei es individuell zu entscheiden ist, welche Stufe dabei passt. Beim hohen Modus (z. B. Turbo) kann das Hinterrad rutschen oder schlimmstenfalls das Vorderrad steigen. Versucht man hingegen, sofort beim Anfahren im Sattel aufzustehen, kann je nach Grip des Bodens das Hinterrad durchrutschen. Bevor man aufsteigt, den richtigen Gang wählen – unter Last schalten geht nicht!

Durch Poller oder Gegenverkehr wird es auf Radwegen oder im Straßenverkehr immer wieder eng. Wichtig für das Meistern solcher Situationen ist ein geschultes Gleichgewicht, damit man sich auf dem E-Bike sicher fühlt. Der Blick geht stets nach vorne und nicht direkt aufs Vorderrad. Hat man in der Praxis schon einmal schlechte Erfahrungen mit engen Passagen gemacht, ist es wichtig, dass man sie nicht dauerhaft meidet, sondern sich Schritt für Schritt wieder herantastet: Zunächst das Durchfahren weit auseinanderstehender Hindernisse üben, dann sukzessiv den Abstand verringern.

Bodenunebenheiten und rutschiger Untergrund

Fährt man auf Schlaglöcher oder Unebenheiten im Boden zu, ist ein Aufstehen im Sattel ratsam, wobei man die Fersen hängen lässt. Nun nutzt man die leicht gebeugten Arme und Beine, um die Kräfte, die durch das Schlagloch auf Pedelec und Fahrer wirken, abzufedern. Vor tiefen Schlaglöchern sollte man das Tempo reduzieren, damit man keinen Durchschlag in den Reifen riskiert. Kieselsteine mindern die Traktion und eine passive, verkrampfte Fahrweise im Sitzen kann schnell zum Wegrutschen der Reifen und entsprechend zum Sturz führen, weshalb man aus dem Sattel gehen sollte.

Haben wir Ihre Neugier geweckt? Hier könnne Sie sich weitere Testberichte von Kalkhoff ansehen. Dort finden Sie unter anderem die Rädermodelle Berleen und den Allrounder Endeavour.

Kommentare

Banllalloo 7. Juni 2020 um

Der Sattel ist bequem und auch der Rahmen passt sehr gut zu meiner Größe. Würde dem Ganzen deshalb eine gute Bewertung geben.


9KGAYI9 14. Mai 2020 um

Ideal geeignet für den typischen Asphaltdschungeln und allen Herausforderungen, den man sich in diesem entgegenstellen muss.


austriancurly 4. Mai 2020 um

Mit der richtigen Übung kann man das Rad innerhalb weniger Stunden bereits einigermaßen gut bedienen. Das mag jetzt komisch klingen, aber man sollte auf jeden Fall erst einmal das Bremsen und richtige Fahren lernen, ehe man sich direkt zu einer Abenteuertour aufmacht! Im Vergleich zu meinem alten Fahrrad ist das Fahrgefühl nämlich schon ein anderes und auch das Bremsen ist sehr viel kräftiger. An den Elektromotor und seine Bedienung konnte ich mich dagegen schnell gewöhnen. Die Technik zu verstehen ist demnach nicht sonderlich schwer. Knackpunkt ist natürlich der Preis – das war es dann aber auch schon. Habe bislang noch nichts gefunden, was dieses Fahrrad schlecht machen würde. Für mich war es also eine große, aber definitiv sinnvolle Investition :).


Ralf L. 18. April 2020 um

Sieht sehr schön und hochwertig aus. Außerdem bin ich echt beeindruckt, was der Akku und der Motor so alles leisten!


HANNOI 28. März 2020 um

Mit Kalkhoff kann man ja sowieso nicht wirklich viel verkehrt machen und genau so sieht es auch bei diesem Modell aus.


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